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Systemische Psychotherapie

Die Systemische Psychotherapie gilt als vergleichsweise junge Therapieform, die im wesentlichen in den 1960er und 1970er Jahren von US-amerikanischen KommunikationswissenschafterInnen (zu denen federführend auch der aus Österreich stammende Paul WATZLAWICK zählte) entwickelt und von praxisorientierten SozialpädagogInnen adaptiert und ausgebaut wurde (Virginia SATIR u.a.).

Kernpunkt aller Ansätze, die unter dem Begriff "Systemische Psychotherapie" subsumiert werden, sind die Wechselbeziehungen des Einzelnen (und seiner inneren Anteile) in größeren Zusammenhängen (z. B. Familie, Beruf, gesellschaftliches Umfeld).

Zentral ist die Annahme, dass psychische Störungen nicht zusammenhanglos in Einzelpersonen "verankert" sind, sondern dass sie sich auf der Grundlage und im Zusammenhang von Beziehungs- und Kommunikationsstörungen innerhalb eines Systems (z. B. einer Partnerschaft, Familie, Schulklasse, Organisation, auch einer Gemeinschaft bzw. der Gesellschaft) in Einzelpersonen manifestieren (auskristallisieren).

Daher sind in der Systemischen Psychotherapie alle Personen von Belang, die einerseits an der Ausformung und der Beibehaltung des Problems bzw. der Störung beteiligt sind, andererseits auch Ansatzpunkte für Veränderungs- und Neuorientierungsprozesse bieten können (jedoch müssen diese involvierten Personen nicht unbedingt selbst in den Therapiesitzungen anwesend sein).

In der Systemischen Psychotherapie existieren zwei wesentliche, in der Praxis unterschiedlich in Erscheinung tretende theoretische Ausrichtungen:

Systemische Psychotherapie eignet sich für die Arbeit mit Einzelpersonen, Paaren, Familien und Organisationen.

(nach: STUMM / BRANDL-NEBEHAY / FEHLINGER: "Handbuch der Psychotherapie und psychosoziale Einrichtungen"; 1996)

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